»Peter Trabner - Der Tod des Empedokles«

mitreißend, irrwitzig , klarsichtig

„Empedokles“ - von Monika Thees. Lektorin und Mitglied des NABU Berlin
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Empedokles, der griechische Denker und Magier, lebt auf Sizilien, stürzt sich dort in den Ätna und steigt als Silberwolke in den Himmel und „verteilt“ sich sozusagen in homöopathischer Dosis global. Empedokles ist nun also in allem und überall enthalten, wie das Plastik in unseren Weltmeeren und die Abgase in unsrer Luft. 1797 greift Friedrich Hölderlin zur Feder und scheitert grandios am selbst auferlegten Dramenprojekt.
Der Schauspieler Peter Trabner probt immer wieder und wieder mit dem Baum das Hölderlin-Stück und landet schließlich, wie Onkel Hölderlin selber, in der Psychiatrie. Schließlich , als geheilt entlassen probt Trabner weiter mit seinem einzig verbliebenen Freund, dem Baum, dem Repräsentanten der gesamten Natur.
Der Tod des Empedokles ist mitreißend, irrwitzig und zuweilen so klarsichtig wie das Quellwasser aus der Plastik-Flaschen-Wasser-Abfüllanlage des global agierenden Lebensmittelkonzerns, das die Vogelmutti die sich so rührend um die lieben kleinen Küken kümmert, als Firmenlogo nutzt.
+++ 5 Milliarden Plastiktüten verbrauchen die Deutschen im Jahr – das sind über 14 Millionen Tüten am Tag! +++ Aneinandergereiht würden die jährlich in Deutschland verbrauchten Plastiktüten 39 Mal die Erde umwickeln! +++ In Europa werden nur 7 von 100 Plastiktüten recycelt! +++ 2010 wurden in Europa ca. 750.000 Tonnen Einweg-Plastiktüten produziert. +++ Es dauert, 450 Jahre bis Plastik überhaupt erst zu verrotten beginnt. +++ Für die Produktion von nur einer Kilowattstunde Atom- oder Kohlestrom werden 50 Liter Frischwasser verbraucht. +++ Kinder tragen nur zu 10% zur weltweiten Umweltverschmutzung bei, sind jedoch anfällig für 40% der weltweiten Krankheit. +++ Mehr als 2 Millionen Kinder unter 5 Jahren sterben jedes Jahr aufgrund von Umweltverschmutzung. +++ Verschmutztes Trinkwasser ist für die Hälfte der Weltbevölkerung ein Problem. +++ Mehr als 100 verschiedene Arten von Pestiziden in Wasser, Luft und Boden können Genmutationen, Krebs und sogar Geburtsfehler verursachen +++ Im Amazonasbecken werden durch Goldminen jedes Jahr mindestens 130 Tonnen Quecksilber in die Umwelt abgegeben. +++ Jedes Jahr verschwinden bis zu 58.000 Tierarten +++
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